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Nährstoffarmes und damit klares Wasser sind kennzeichnende Begriffe bezüglich des Stechlinsees, welcher mit recht zu den schönsten Seen von Deutschland zu zählen ist.
 | Steckbrief des Tauchplatzes | |
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| Schwierigkeitsgrad |          | Durschnittlich sehr flache Tauchgänge | | Sichtweiten |          | Einer der klarsten Seen Deutschlands (um die 12 m) | | Fischreichtum |          | Viele Hechte, Zander, sogar Maränen,... | | Großfische |          | Hechte, schleien, Zander ... | | Steilwandtauchen |          | | | Wracktauchen |          | | | Höhlentauchen |          | | | Anzugsdicke |          | |
Der Stechlinsee befindet sich im brandenburger Landkreis Oberhavel in der Nähe von Neu-Globsow.
Das klare Wasser des Stechlinsees ist schon viel länger bekannt als das Tauchen an sich. Theodor Fontane verbrachte einige Zeit seines Lebens hier und schrieb mehrere Gedichte und sogar ein Buch zum "Stechlin", wie der See auch kurz genannt wird.
Der See und seine Umgebung stehen schon seit 1938 unter Naturschutz, wobei 1990 eine Erweiterung stattfand, was man mit den Besonderheiten des Gebietes und der riesigen ökologischen Vielfalt begründete.
Alles in allem ist der Stechlinsee ein grandioses Tauchziel, das mich total in seinen Bann zog. Leider (aber auch zum Glück) ist das Tauchen im Stechlinsee nur an einer Stelle erlaubt und zwar in der Bucht von Neu-Globsow. Hier sollte man sich auf den Schilfgürtel beschränken, da das tiefe Wasser weniger interessant ist. Bei der Tauchgangsplanung solltest Du berücksichtigen, dass Du im Durchschnitt nicht tiefer als 3 m tauchen wirst. Deswegen ein wenig mehr Blei einstecken!
Nachttauchgänge wären zwar interessant, aber wegen des Naturschutzes sind sie strikt verboten! Das gleiche gilt für Bootstauchgänge. Wer zur gegenüberliegenden Insel möchte und von dort aus Tauchen will (sehr interessant!), muss den schlappen Kilometer schwimmen.
Das Tauchrevier, und so wird jeder denken, der einmal hier war, ist wohl das Schönste in ganz Brandenburg, wenn nicht sogar das Schönste von ganz Deutschland. Einzigartig ist nicht nur das nährstoffarme und wunderschön klare Wasser, auch die Flora und Fauna der Unterwasserwelt suchen Ihresgleichen. So gibt es bis in eine Tiefe von 9 m(!) noch wunderschönen Bodenbewuchs, der zahlreichen amerikanischen Flusskrebsen ein Zuhause verschafft. In einer Tiefe von 15 bis 30 Metern trifft man sogar auf Schwärme von Maränen, von deren Existenz auch ich vorher nichts wußte. Ansonsten trifft man außerordentlich oft auf Barsche, Schwärme von Plötzen und Rotfedern, Welse, Bleie, Schleien, Zander, Hechte und natürlich auf Stichlinge. Also eigentlich auf alles, was die heimischen Seen zu bieten haben. Am häufigsten trifft man auf Hechte. Bei meinem letzten Tauchgang am Stechlin konnte ich (wirklich ungelogen, naja, es waren ja auch ein paar Kleine dabei) 19(!) Hechte zählen. Siehe Foto! Schleien hingegen gab es zahlenmäßig wenige - nur 7 Stück, naja. Leider auch nur 2 Zander und bestimmt vom Pech gebeutelt: keinen Wels. Außerdem fühlt sich der Amerikanische Flusskrebs in diesem Gewässer außerst wohl. Sichtungen von 3 oder 4 Exemplaren, die sich in den Büschen von Algen am Boden aufhalten, gehören nicht zur Seltenheit.
Besonders und einzigartig ist auf jeden Fall der große Reichtum unterschiedlichster Fischarten, speziell Hechte gibt es sehr viele. Dem Taucher bietet sich zudem noch eine wunderschöne Unterwasserlandschaft, die ebenfalls Ihresgleichen sucht.
Umlandziele gibt es reichlich. Nach einem gelungenen Tauchgang sollte man erst einmal das Fischrestaurant, was sich in der Mitte des besagten Schilfgürtels plaziert, aufsuchen. Jeder einzelne Fisch wird schmackhaft zubereitet und schmeckt delikat.
Durch den Rotbuchen-Mischwald, der den See einkreist, erstreckt sich ein 17 km langer Wanderweg. Fahrradfahrer müssen schon ein wenig in "Ausweichmanövern" geübt sein, um den Wanderweg per Rad zu erkunden, denn der Weg ist gesäumt von Baumwurzeln. Dennoch sollte man auch eine Fahrradtour durch Wald und Landschaft nicht scheuen, denn man trifft auf traumhafte Panoramalandschaften und auf viele wilde Tiere.
Der Ort Neu-Globsow ist ebenfalls einen Fußmarsch wert. Hier gibt es eine Glashüttensiedlung, die schon seit 1779 existiert. Man sieht heute noch die Inschriften der ehemaligen Besitzer. Eine Reise zum Stechlin bietet also nicht nur einen traumhaften Süßwassersee, sondern auch andere interessante Sehenswürdigkeiten.
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