Hurghada| Die Region |
Das Tauchrevier |
Das Wrack |
Vor 20 Jahren wurde der Ort, der 600 Kilometer von Kairo entfernt liegt, touristisch erschlossen und seither immer weiter ausgebaut. Heute trifft man viele Basen an, die durch den Tauchtourismus wie Pilze aus dem Boden geschossen sind, was aber nun stagniert und einen harten Konkurrenzkampf hat entstehen lassen. Verantwortungsbewusste Basen findet man nicht viele. Checkdives und eine Bootsaufteilung nach Anfänger bis Profi ist ebenfalls selten und für manche Basis auch nicht realisierbar. Wechsel die Basis, wenn Du merkst, dass immer nur nahegelegene Riffe betaucht werden und die Guides Dir 14 Tage lang von schlechten Bedingungen berichten. Wenigsten eine Bestätigung von anderen Basen solltest Du Dir einholen, um die Aussagen auf ihren Warheitsgehalt hin zu überprüfen, denn oft ist es der finanzielle Hintergedanke, weshalb manche Basen nur minder entfernte Riffe ansteuern und dem Taucher somit die eigentliche Schönheit vorenthalten. Zwar ist Hurghada für einen Kurztripp noch "gut" geeignet. Kollegen und ich empfehlen dennoch die Reise nach Safaga bzw. El Quesir.
El Fanadir liegt direkt vor Hurghada und wird daher auch das Hausriff Hurghadas genannt. Als Charakteristika trägt das Riff vier Sandhügel auf seinem Dach. Die Sicht ist natürlich nicht so gut wie an den äußeren Riffen. Da auch in Hurghada Nordströmung herrscht, kann an der Nordseite jene schon recht stark werden. Trotzdem ist es von Tauchern jeden
Das Riff gleicht einer schmalen Trichterform, die im Norden (Fanadir Nord) ihren schmalsten Punkt hat. Dort existiert eine Steilwand, die durch die meist starke Strömung Riffhaie anlockt. Da die Sichtverhältnisse an diesem Riff oft schwanken, solltest Du Dich besser vor Ort beraten lassen. Auf jeden Fall bietet das Riff interessante wenn auch nicht unbedingt die schönsten Tauchmöglichkeiten. Zu sehen gibt es die normalen Rifffischarten des Roten Meeres: Weiße Muränen und Gelbmaulmuränen, Skorpionsfische, darunter auch Drachenköpfe und Steinfische. Desweiteren lassen sich auch hier vereinzelt Schildkröten und Riffhaie blicken. Carless Reef Nach eineinhalb bis zwei Stunden erreicht man das wohl schönste Riff Hurghadas. Grund für seine Schönheit ist wohl die meist unruhige Seelage und starke Strömung, weshalb viele Boote leichter betauchbare Riffe ansteuern. Das Carless Reef besteht aus zwei Ergs, die sich auf einem Plateau befinden und nicht aus dem Wasser ragen. Das Plateau selbst liegt in einer Tiefe von 12 bis 20 m. Im Süden und Westen trifft man auf weitläufige Korallengärten, die eine gute Möglichkeit für einen flachen Tauchgang bieten. Die Ostseite fällt bis auf 70 m ab und hier ist die Chance besonders hoch, einen Weißspitzen-Riffhai zu erspähen. Oftmals werden auch große Thunfische angetroffen. Durch die unvorhersehbare Strömung ist der Tauchplatz nicht unbedingt für Anfänger zu empfehlen. Der Vorteil der Strömung liegt auf der Hand: gute Bedingungen für eine reichhaltige Flora und Fauna und die Möglichkeit, auf Großfische wie den Weißspitzenriffhai oder den Grauen Riffhai zu stoßen. Shab Umm Gamar ist leider eines der zerstörteren Riffe. Vor allem Dornenkronen haben hier einen großen Teil dazu beigetragen. Mit einer Tiefe von 15 bis 30 m und diversen Tauchmöglichkeiten bietet das Riff dennoch interessante Tauchgänge. Wie überall herrscht hier wieder Nordströmung vor, so dass die Nordseite Chancen auf Riffhaisichtungen bietet. Die Westseite besitzt einen schönen Korallengarten, der jedoch schon stark an seiner Schönheit verlor. An dem Riff befinden sich desweiteren zwei kleine Wracks. An der Nordostseite des Riffs findet man auf 15 m Tiefe Überreste eines alten Bootes. Bei 30 m liegen dann weitere Teile. In etwa 60 m Tiefe findet man das Wrack der Colona IV. Die Colona IV war eines der ersten Tauchboote, die dieses Gebiet befahren hatte und sank nach einem Sturm im Jahre 1995. Im Allgemeinen lohnt es sich nicht besonders, an diesem Riff zu tauchen, es stellt aber dennoch eine kleine Abwechslung dar. Umm Gamar ist eine Insel, die mit einem Leuchtturm geschmückt ist. Das vorgelagerte Riff kann sehr vielfältig betaucht
Banana Reef Das Riff fällt auf etwa 14 m Tiefe ab und bietet zahlreiche Tauchmöglichkeiten. Taucher jeden Levels können das weitläufige Areal des Banana Riffs erkunden. Großfische sind hier auf Grund der fehlenden starken Strömung selten. Dafür gibt es zahlreiche schöne Anemonen und weitere intakte Korallenvorkommen. Zusätzlich dazu hat das Riff eine ausgeprägte Fauna an Rifffischen. Shab Sabina ist ein flacher (um 12 m) Korallengarten mit meist schwacher Strömung, der sich hinter Giftun Kebir befindet. Die Südseite des Riffs ist eher öde. Die Schönheit und der Reiz des Riffes ist der Garten von Hartkorallen. Da das Tauchgebiet sehr flach ist und man 20 m eigentlich gar nicht unterschreiten kann, bietet sich dieser Tauchplatz als zweiter Tauchgang einer Tagestour an. Die Strömung kann jedoch teilweise sehr stark sein. Der Korallengarten und Teile der Nordseite sind teilweise vor Strömung geschützt und bieten relaxte Tauchmöglichkeiten. Mit einer fast intakten Flora und Fauna bietet das Riff eine schöne Tauchmöglichkeit. Turtle Bay besitzt ebenfalls einen schönen Hartkorallengarten. Die durchschnittliche Tauchtiefe beträgt etwa 12 m. Zu sehen gibt es die üblichen Rifffische: Blaupunktstachelrochen, Oktopusse und ab und an Haie. Nicht zu vergessen - der Namensgeber des Tauchplatzes, die Schildkröte. Der Tauchplatz bietet dem Taucher verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten und ist besonders für Abschlusstauchgänge interessant. Weitere interessante Tauchmöglichkeiten bieten Giftun Hamda, Giftun Ham Ham, Giftun Soraya, das große Shab Abu Nugar und die einzelnen Riffe um Abu Ramada. Nicht zu empfehlen ist hingegen der meist sehr stark besuchte und geschundene Tauchplatz Gota Abu Ramada. An den Giftun-Islands, die direkt vor Hurghada gelagert sind, trifft man vermehrt auf große Delphinschulen.
Ich würde schon eher eine komplette Nilkreuzfahrt empfehlen und eine Tagesreise nach Kairo, um die Schönheit Ägyptens zu erfahren. Hierzu kannst du unter Ägypten mehr nachlesen.
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