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Umland von Phuket
| Das Tauchrevier |
Basisempfehlungen |
| Steckbrief Umland von Phuket |  | |  | |
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Kategorie | Bwtg. | Kommentar |
| durch. Sichtweite |
20 m |
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| Fischreichtum |
5 |
schwankend |
| Großfische |
5 |
z.T. Leoparden- und Riffhaie |
| Riffschönheit |
5 |
schwankend |
| Wracktauchen |
3 |
King Cruiser |
| Höhlentauchen |
3 |
siehe Ko Dok Mai |
| Steilwandtauchen |
3 |
siehe Ko Dok Mai |
| Schwierigkeitsgrad |
3 |
nur Racha Noi erheblich schwerer |
Bewertungsmaßstab: 0="schlecht" 3="mittel" 6="supergut"
Im Folgenden beschreibe ich die Tauchreviere und ihre Umgebung der um Phuket anzutreffenden kleineren Inseln, die gute Tauchmöglichkeiten bieten.
Racha Yai ist die wohl populärste, ganzjährig betauchbare Tauchregion. Sie liegt etwa 20 km von der Südspitze Phukets entfernt (etwa 90 Bootsminuten) und sollte mindesten als 2-tägige Tour angefahren werden. Besonders für sommerreisende Personen bietet Racha Yai eine schöne Tauchlocation in der Regenzeit. Mit passablen Sichtweiten und meist trotzdem guten Wetterbedingungen! Die Umgebung und die Küsten der Insel sind gesäumt von interessanten Tauchmöglichkeiten. Als "Faunahauptattraktion" hat die Insel Leopardenhaie zu bieten. Ich selbst sah ein Prachtexemplar gleich bei meinem ersten Tauchgang in dieser Region im Sommer 2000. Die (unter anderem) interessantesten Riffe sind das Lucy Reef, das Staghorn Reef und die Scuba Cat Bay, die ganzjährig betauchbar sind. Bei allen Tauchplätzen herrscht etwa die gleiche Flora und Fauna vor. Natürlich entscheidet hier die Natur, an welchen Tagen und wo die Strömung günstig ist, um Barrakudas, große Rochen oder Leopardenhaie zu sehen. Die Möglichkeit jedoch besteht, wie gesagt, bei allen Riffen. Da Leopardenhaie die Angewohnheit haben, tagsüber auf Sandböden lediglich zu ruhen, heißt es Obacht und Augen auf! Meine Begegnung mit einem solchen Tier war eher unspektakulär. Der Guide übersah schlicht den 2 m langen Fisch und erst meine Tauchbegleitung (Schwester) machte mich auf jenes Tier aufmerksam, wonach dann das zu sehende, eher spärliche Foto entstand. Bis heute blieb dies meine einzige Begegnung mit einem Leopardenhai... Die meisten Riffe reichen bis auf eine Tiefe von 25 bis 28 m, wobei ein Vordringen in diese Tiefe ganz und gar nicht notwendig ist. Eigentlich reicht lediglich eine Tauchtiefe von 15 m, um die Schönheiten jedes Riffes dieser Region zu betrachten, weshalb die Tauchregion als sehr anfängerfreundlich gilt und somit von Tauchern jedes Erfahrungsgrades betaucht werden kann. Die Riffe bestehen aus meist weitläufigen, flacheren Unterwasser-Felslandschaften, die hauptsächlich von Steinkorallen gesäumt sind. Zur Fauna des fischreichen Gebietes zählen alle Arten von Rifffischen des Andamanensees, wie zum Beispiel Papageifische, Riffbarsche und Schnapper. Ofte Begleiter sind ebenfalls Zackenbarsche und verschiedenste Skorpionsfischarten (wie Rotfeuerfische und Steinfische). Drückerfische und große Muränen sowie Rochen (meist Blaupunktstachelrochen) gehören ebenso zum üblichen Bild der Riffe vor Racha Yai.
Racha Noi liegt südlich von Racha Yai und kann von dort aus innerhalb von einer halben Stunde erreicht werden. Von Phuket aus beträgt die Entfernung etwa 34 km, was eine Fahrzeit von um die 2,5 Stunden zur Folge hat. Das Tauchgebiet um die unbewohnte Insel ist eher etwas für erfahrene Taucher, da die gegebenen Verhältnisse den Tauchern einiges abverlangen. Wer jedoch mit starker Strömung umgehen kann, wird dafür belohnt. Durch die Strömung werden viele große Rochen, Riffhaie und Leopardenhaie angezogen. Sogar Schwertfische und Walhaie können hier gesehen werden! An Flora mangelt es hier durch die Strömung natürlich auch nicht. Bei Sichtweiten bis zu 25 m kann man verschiedene Arten von Weich- und Steinkorallen bewundern, die Lebensräume für viele Rifffische bilden. Die Tauchtiefe beträgt durchschnittlich 25 m.
Achtung: Aus Leichtsinn oder Überschätzung der eigenen Fähigkeiten kann aus dem Tauchgang in dieser Region schnell ein gefährliches Unterfangen werden! Tauche daher nie ohne Guide, bevor Du nicht genügend mit den Bedingungen und Verhältnissen der Region vertraut bist.
Das Anemonen Riff bietet mit seiner gut voraussagbaren (von schwach bis stark reichenden) Strömung ebenfalls ein Tauchgebiet für Taucher jeden Erfahrungsgrades. Da jedoch im Normalfall nur schwache Strömung vorherrscht, stellt der Tauchplatz keine großen Anforderungen an seine Gäste. Die durchschnittliche Tauchtiefe beläuft sich auf etwa 15 m, was sich auch hier nicht lohnt zu überschreiten. Das Riff ist 30 km von Ao Chalong entfernt und mit einer Fahrzeit von 2 Stunden relativ schnell zu erreichen. Der Pinacle bildet mit seinen zahlreichen Felsvorsprüngen, die mit zahlreichen Seeanemonen bewachsen sind, eine fantastische Tauchmöglichkeit. Geprägt wird der Platz durch mehrere Felsplateaus, die meist schon auf 4 m Tiefe beginnen. Das Riff bildet somit eine wunderbare Möglichkeit für einen flachen Tauchgang nach der Besichtigung des 1 km entfernten Shark Points. Der Tauchplatz hat eine vielfältige Fauna zu bieten. Oft zu sehen gibt es Barrakudas und Makrelenschwärme. Bei den vielen farbenprächtigen Seeanemonen haben zahlreiche Garnelen, Porzellankrabben und natürlich Clowns-Fische ihren Lebensraum gefunden. Neben weiteren Rifffischen trifft man an tieferen Stellen des Riffes auf Gruppen Indischer Löwenfische und verschiedenster Muränenarten. Neben alledem hat man auch hier eine große Chance, auf Leopardenhaie zu stoßen.
1997 wurde das Riff von einem Fährschiff gerammt, was heute ebenfalls als Tauchmöglichkeit dient, das King Cruiser Wrack.
Die 85 m lange Personenfähre ist am 4. Mai 1997 auf ihrem Weg von Phuket nach Phi Phi mit dem Anemonen Riff kollidiert und wegen des großen Lecks innerhalb von nur wenigen Stunden gesunken. Alle 600 Passagiere blieben unversehrt. Noch immer wird gerätselt, wie es überhaupt zu dieser Kollision kommen konnte, und es wird wohl auch in Zukunft ein Rätsel bleiben. Jedenfalls hat der eine oder andere Tauchlehrer eine durchaus spannende Geschichte zu bieten, die einen auf das Tauchen an diesem Wrack einstimmt. Heute liegt das Wrack 1 km südöstlich vom Anemonen Riff entfernt und ist Heimat verschiedenster Tiere. Man trifft hier auf Schwärme von Glasfischen, Barkaufes und Fledermausfischen. Das aufrecht auf dem Grund stehende Schiff hat vier Decks mit gut betauchbaren Durchgängen. Mit einer maximalen Tiefe von 35 m und seinem höchsten Punkt bei 8 m bietet das Wrack eine gute Tauchmöglichkeit für Taucher jeden Levels.
Der Sharkpoint ist innerhalb von Ao Chalong binnen 2 Stunden erreichbar. Der Tauchplatz besteht aus drei Pinacles, die alle hervorragende Tauchmöglichkeiten bieten. Der Sharkpoint ist ohne Frage der bekannteste und meist betauchte Tauchplatz um Phuket. Demzufolge trifft man auf eine hohe Anzahl von anderen Tauchern, aber auch auf eine eindrucksvolle Anzahl Leopardenhaie, die sich an den Menschen (leider) schon gewöhnt haben und sich in Ruhe bestaunen lassen. Markiert wird der Tauchplatz von einem schmalen, aus dem Wasser ragenden Felsen, der unter Wasser bis auf eine Tiefe von 27 m abfällt, wobei die durchschnittliche Tauchtiefe 20 m beträgt. Viele eindrucksvolle, farbenprächtige Korallen säumen das Riff, was Heimat unzähliger Langusten, Muränen und Rifffischen ist. Im tieferen Teil des Riffes trifft man verstärkt auf schwarze Korallen, Jackfische, Makrelenschwärme und Zackenbarsche. Bekannt ist das Riff natürliche für seine vielen Leopardenhaie, die in den sandigen Regionen anzutreffen sind.
Die Insel liegt 10 km westlich vom Sharkpoint und ist von Ao Chalong innerhalb von 90 Minuten erreichbar. Die Tiefe reicht von 19 bis auf über 31 m. Je nach Wetterlage bilden sich verschieden starke Strömungen. Im Allgemeinen benötigt man aber keine besonderen Kenntnisse, um hier tauchen zu können. Dok Mai ist eine steil aus dem Wasser ragende Felsinsel aus Kalkstein. An der Ost- und Westseite bieten sich hier Steilwand- und Drifttauchgänge an. Der Tauchplatz hat auch zwei Höhlen, wobei die größere an Wänden und Decke mit Weichkorallen bedeckt ist. Man sollte es beim Betrachten der Höhle von außen belassen. Die Flora und Fauna, die man hier antreffen wird, ist enorm. Muränen, Schnabel-Seeschlangen, Zackenbarsche und sogar Engels- und Leopardenhaie gehören zur Unterwasserwelt der Blumeninsel. An der Westseite der Insel trifft man auf ein steil abfallendes Riff, wo man sowohl auf Weiß- als auch auf Schwarzspitzen-Riffhaie treffen kann.
Die Phi Phi's liegen in südlicher Richtung von Phuket und sind in 2,5 Stunden Bootsfahrt zu erreichen. Hier wurde im Jahre 2000 der Filmflopp "The Beach" gedreht. Die Phi Phi Inseln sind eine traumhafte und malerische Gegend, die Phuket in Nichts nachstehen: sowohl in Schönheit als auch in Zerstörung. Mit dem letzteren meine ich den Müll der Hotels, der einfach ins Wasser umgeleitet wird. Der aufmerksame Reisende bekommt dieses Problem schnell mit, was das Bild vom Paradies Phi Phi um einiges schmälert. Ich war von den Phi Phi Inseln nicht sonderlich beeindruckt. Selbst Phuket besitzt einsamere Strände (und vor allem sauberere) als Phi Phi. Um Phi Phi herum erstrecken sich einige Riffe, die größtenteils mit Weichkorallen und Gorgonien bewachsen sind. Wand- und Höhlentauchgänge sind möglich. Die normalen Rifffische sind hier anzutreffen, wobei gerade die südlicheren Tauchgebiete Phukets für ihre Leopardenhaisichtungen bekannt sind. Zwischen Dezember und Mai lässt sich auch der eine oder andere Walhai blicken. Über Wasser wie auch unter Wasser kommt es dennoch zu vielen Enttäuschungen, weil das versprochene Paradies Phi Phi nicht paradiesischer als Phuket ist.
Ko Hi ist etwa eine dreiviertel Stunde von Ao Chalong entfernt und durch die relativ geschützte Lage sind die Riffe um die Insel das ganze Jahr über betauchbar. Die Sicht ist mit um die 12 m nicht gerade besonders. Die durchschnittliche Tauchtiefe beträgt 17 m. In der Regensaison bietet die Insel mit Ko Racha Yai (von mir bevorzugt) eine hervorragende Tauchmöglichkeit. An der nordöstlichen Bucht existiert ein leicht zu betauchendes Riff. Papageifische und andere Wrassen sind seine häufigsten Bewohner. Das Tauchen an einem südlich gelegenen Riff sollte man vorziehen. Das dort anzutreffende maritime Leben ist weitaus vielfältiger und schöner. Die Sicht bleibt jedoch annähernd gleich "schlecht".
siehe Basisempfehlungen von Phuket
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