Wie werde ich Taucher?

|Einleitung | Wahl der Organisation | Vorbereitung |
| Wird es schwer? |

Einleitung

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Also, ich kenne da einige Personen, die haben schon seit Jahren den Traum, Taucher zu werden und ich bin überzeugt, sie haben auch das nötige "Kleingeld" dafür. Was verunsichert diese Leute beim Gedanken daran, Taucher zu werden?


Ich tauche nun schon seit vielen Jahren und danke meinen Eltern, das sie mir das schon im Kindesalter ermöglicht haben. Tauchen ist einzigartig. Selbst wenn ich im Baggersee oder in der Ostsee tauche, dass ist egal, Hauptsache Tauchen! Nirgendwo sonst erhält man diese Ruhe, dieses Gefühl der Freiheit und Unabhängigkeit. Das Gefühl der Schwerelosigkeit.


Die kurze, aber zugegebener Maßen teure Ausbildung, ist bei weitem kein Grund für einen Abbruch der Hoffnung, ein Taucher zu werden, wie es meine Bekannten taten.
"Keine Zeit", war ihre häufigste Argumentation.
Im Grunde gibt es zwei Möglichkeiten, Tauchen zu lernen:
Entweder man verreist in die Tropen (oder Subtropen), und erlernt den Sport nach 5Tagen geballter Theorie und Praxis, oder man absolviert einen solchen Kurs in Deutschland, was sich aber durchaus mehrere Wochen hinziehen kann, was den vielbeschäftigten Workaholic sehr entgegenkommt. Beide Fälle sind bei guter geistiger und körperlicher Verfassung zu schaffen.
Als Ermutigung: Der Theorietest besteht meist zum großen Teil aus Fangfragen, die mit ankreuzen beantwortet werden.


Folgende Punkte gilt es für den werdenden Taucher zu beachten:

Wahl der Organisation

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Das ist zwar eine knifflige, aber nicht verbindliche Angelegenheit. Das heißt zwar, dass wenn man die Organisation einmal gewählt hat, sie zwar fast problemlos wechseln kann, aber eine wohlüberlegte Anfangswahl erspart einem viele Probleme. Die drei größten und bekanntesten Tauchorganisationen sind die beiden amerikanischen Vertreter PADI und SSI und der französische Verband CMAS (Confederation Mondiale des Activites Subaquatiques), ehemals der Verband für Kampftaucher, der sich aber dem Tauchen als Freizeitsport geöffnet hat.
Trotzdem wird CMAS oft nachgesagt, das ihre Ausbildungsstandards schwerer sind als jene von PADI oder SSI.


Die Unterschiede: Also vom Ausbildungsstandard bis zum Endziel Tauchlehrer scheint es erst, als ob sich PADI und SSI ebenfalls stark unterscheiden, wobei beim genaueren Vergleich der beiden Organisationen diese Unterschiede auf Null fallen. Ich tendiere aus persönlichen Erfahrungen stark zu PADI. Meinen OPEN WATER (Anfangsbrevet) absolvierte ich bei SSI, aber schon beim ADVANCED OPEN WATER wechselte ich auf PADI über.


Hier erst einmal eine Übersicht der Unterschiede:
PADI
SSI
PADI ist eine freie Organisation, dass heißt jeder kann PADI-Instructor werden, ohne zum Beispiel eine Basis oder einen Tauchshop zu besitzen. Um SSI-Instructor zu werden, muss man eine Basis oder einen Tauchshop besitzen, oder wenigstens Mitarbeiter sein.
weiterhin kann der PADI-Instructor an unabhängigen Basen arbeiten Wie man vermutet, ist das dem SSI-Instructor nicht gestattet
PADI ist durch oben genannte Punkte sehr weit verbreitet und bekannt SSI ist durch oben genannte Punkte weniger weit verbreitet, was zu Umständen führen kann (nicht aber muss)
schnelleres und unkomplizierteres Erlangen der Tauchlehrerstufe (d.h. Divemaster, Tauchlehrer,..) Viele Spezialkurswahlen verschleiern und komplizieren den Weg zur Tauchlehererstufe



PADI ist somit auf der ganzen Welt anerkannt und weit verbreitet und man wird kaum mit Problemen konfrontiert, wenn man irgendwo Tauchen möchte. SSI Basen trifft man eher selten an. Kommt man mit einem SSI-Brevet auf eine PADI-Basis zu und will mit jener Tauchen, kommt es dennoch selten zu Komplikationen. Wenn doch, wird man damit rechnen müssen, dass man meist auf seine "Tauchtauglichkeit" geprüft wird, mittels Checkdives. Jene will ich auf gar keinen Fall verurteilen, sie werden aber dennoch oft als Transalierungsmittel genutzt.


Zusammenfassung: Also, PADI und SSI sind dennoch gleichermaßen gute Ausbilder. Für welche Organisation man sich entscheidet hängt natürlich davon ab, welche Organisation in der Wohnortsnähe ansässig ist oder welche man im Urlaub vorfinden wird. Wer mit CMAS seine Ausbildung antritt, der braucht keinesfalls mit Unannehmlichkeiten rechen.


Wichtig jedoch: Vermeide es so weit wie möglich, deine Tauchausbildung in deutschen Vereinen anzutreten, es sei denn, du willst nur an Seen Tauchen, wo diese ansässig sind. Wer mit einer solchen Ausbildung (und sei sie noch so gut gewesen) zum Tauchen in die Tropen oder anderen deutschen Seen fährt, darf im schlimmsten Fall nicht Tauchen. Es gibt immer wieder schwarze Schafe unter solchen Vereinen, die den Tauchern keine richtige Ausbildung liefern. Das Umsteigen auf PADI, CMAS oder SSI ist dann meist nicht möglich. Ausnahme: Ausnahme bildet der "Verband Deutscher Sporttaucher" oder kurz VDST der große Anerkennung genießt. Jedenfalls in Deutschland, Ägypten und zum Beispiel noch Thailand. Ein Umsteigen ist möglich, aber eigentlich nicht nötig, da der Verband ebenfalls eine gute Ausbildung garantiert.



Also: Ausbildung nur mit PADI, CMAS, VDST oder SSI antreten.

Vorbereitung

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Man muss keine großartige Vorbereitung vollführen, um eine Ausbildung anzutreten. Wichtig ist nur, dass man eventuell Preise vergleicht und sich mit Tauchlehrern, Shops oder Basen in Verbindung setzt und sich gegebenenfalls über die Art der Ausbildung informiert. Als eine Art Vorbereitung zählt sicherlich das Einholen eines ärztlichen Attests, was die Tauchtauglichkeit bescheinigt. Jenes verlangt über kurz oder lang die ausbildende Tauchbasis. Um vorher schon einmal zu wissen, was für gesundheitlichen Voraussetzungen du für das Tauchen benötigst, kannst du dich im Abschnitt Voraussetzungen vorab informieren.

Wird es schwer?

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Viele fragen mich immer besorgt, ob die Ausbildung oder das Tauchen schwer werden wird. Hierzu reicht eine kurze Antwort mit ebenfalls kurzer Begründung: Die Tauchausbildung wir keinesfalls schwer, da man ja ein gewissen Grad an Interesse mitbringt und damit einen das Einprägen der wenigen wichtigen Dinge bestimmt nicht schwerfallen kann.


Ebenfalls jammern manche: "Och, ich bin doch schon so alt. Lernen und Sport ist nichts mehr für mich. Tauchen kann ich vergessen..."
Natürlich stimmt das nicht. Die bekannte Autorin Leni Riefenstahl, die auch Regisseurin zahlreicher Filme und mit der Übertragung der Olympischen Spiele in Berlin im Jahre 1936 beauftragt worden ist, fing mit 80(!) Jahren an zu Tauchen (Vielleicht auch mit 75, ab das spielt ja nun keine Rolle). Gutes Beispiel? Natürlich werden wir nicht alle mit 80 Jahren noch superfit sein, aber mit 60 oder gar 40 Jahren ist der Traum vom Tauchen alle Male zu erreichen!
Nun kennen überzeugte Pessimisten natürlich wieder eine Ausrede. Denen möchte ich nun sagen, dass Tauchen nichts für sie ist, denn Taucher sind keine Pessimisten, sondern Optimisten und hoffen jeden Tauchgang aufs Neue auf eine Haisichtung oder auf eine Begegnung eines seltenen Tieres.


Für diejenigen die ich überzeugen konnte, den wünsche ich viel Erfolg bei der Ausbildung!
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